Unsere Schule im Lauf der Zeit
30 Jahre BSOAL
30 Jahre Berufsschule Ostallgäu am 17. Juli 2009

30 Jahre Berufsschule Ostallgäu...
Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht. Wir hatten gerade erst unser Viertel-Jahrhundert gefeiert, und nun schon wieder ein Jubiläum? Schnell herrschte Einigkeit im Kollegium, auf eine umfangreiche Feier zu verzichten, um vielmehr unsere Leistungsfähigkeit darzustellen und uns der Öffentlichkeit als eine moderne Schule zu präsentieren. So beschlossen wir, dass sich die einzelnen Fachabteilungen am Freitag, 17.Juli 2009, von 13.00-17.00 Uhr zu einer „Offenen Schultüre“ präsentieren.
Die inhaltliche Ausgestaltung wurde den einzelnen Fachbereichen überlassen (siehe nachfolgende Berichte). Ziel war es, die einzelnen Berufsfelder - Bautechnik, Außenstelle Füssen, Gesundheit, Hauswirtschaft, Jugendliche ohne Ausbildungsplatz, Kraftfahrzeugtechnik, Landwirtschaft und Wirtschaft und Verwaltung - vorzustellen. Wir hofften, damit auch einen Beitrag zur Berufsorientierung jugendlicher Schulabgänger zu leisten. Bedauerlicherweise fand dies bei den eingeladenen allgemeinbildenden Schulen nicht die gewünschte Resonanz.

… wurden mit Vertretern der Ausbildungsbetriebe, der Politik
und benachbarter Schulen gefeiert
Nach Beendigung der Vorführungen und Präsentationen luden wir zu einem kleinen Festakt ein, zu dem wir Vertreter der Ausbildungsbetriebe, der Politik, der benachbarten Berufsschulen sowie der Regierung von Schwaben begrüßen durften.
Herr Landrat Fleschhut unterstrich noch einmal die Bereitschaft, auch weiterhin stets ein offenes Ohr (und einen hoffentlich offenen Geldbeutel) zu haben, um die Leistungsfähigkeit der Berufsschule aufrecht zu erhalten. Dank unserem Sachaufwandsträger verfügen wir bereits jetzt über eine sehr gute Ausstattung, wovon sich die Besucher bei ihrem Rundgang selbst überzeugen konnten.
Landrat Johann Fleschhut brachte die Verbundenheit des
Landkreises mit der Berufsschule zum Ausdruck…

… und Johann Ried hielt eine launige Rede über seine Zeit als
Schüler unserer Berufsschule.
Neben einem Rückblick über 30 Jahre Berufsschule Ostallgäu, bei dem die Entwicklung unserer Schule mit Bildern aus der Vergangenheit illustriert wurde, kam bei diesem Festakt auch ein ehemaliger Schüler, Herr Johannes Ried, zu Wort. Herr Ried war Schüler unserer Berufsschule und unterrichtete im Schuljahr 2008/09 als Fachlehrer im Fachbereich Bautechnik. In einer überaus launigen und humorvollen Rede, gespickt mit Anekdoten aus der damaligen Zeit, schilderte Herr Ried, wie er selbst diese Entwicklung empfand.
Die Generalprobe des Kreis-Blasorchesters fand
im Pausenhof statt …

… das Konzert musste wegen des schlechten Wetters
jedoch in die Turnhalle verlegt werden.
Zitat: „Ein Loblied singe ich heute auf die Berufsschule Ostallgäu und stehe in doppelter Funktion hier: Erstens als Schüler, der vor 25 Jahren die Berufsschule als Maurerlehrling besuchte und zweitens als Lehrer, der heute den Schülern das beibringen sollte, was er vor 25 Jahren für manchmal nicht so ganz wichtig empfand.”
Für den Abschluss des Tages konnten wir das Kreis-Blas-Orchester des Landkreises Ostallgäu mit seinem Dirigenten Stefan Reggel für ein Open-Air-Konzert gewinnen. Zum ersten Mal in der dreißigjährigen Geschichte unserer Schule sollte unser wunderschöner Pausenhof dazu genutzt werden. Bei der Generalprobe am Vorabend herrschte noch traumhaftes Wetter, ein warmer und schöner Sommerabend. Die Musiker waren von der Akustik begeistert.
Aber es sollte anders kommen. Das Wetter an diesem Freitag verschlechterte sich zusehends, so dass wir eine Stunde vor Konzertbeginn gezwungen waren, das Konzert in unsere Turnhalle zu verlegen, was nur unter Mitwirkung aller zur Verfügung stehender Lehrer und Schüler zu bewerkstelligen war. Aber dafür wurden wir auch mit einem Konzert der Spitzenklasse belohnt. Das Kreis-Blas-Orchester zeigte über eine Stunde, auf welch hohem Niveau es zu spielen vermag. Durch die Auswahl der Stücke wurde auch auf eindrucksvolle Weise bestätigt, dass dieses Orchester zu Recht auch den Namen Sinfonisches Blasorchester trägt.
Zum Ausklang dieses Tages besuchten viele Musiker und Lehrer noch unseren „Biergarten“, den unsere Schülerinnen und Lehrerinnen der Berufsfachschule für Hauswirtschaft liebevoll in der Aula gestaltet haben, zur gemütlichen Einkehr bei Speis’ und Trank.
Bautechnik
Fachbereich Bautechnik
Lebende Werkstätte bei den angehenden Zimmerern
Einen guten Ruf genießt unser BGJ Zimmerer. Dies bezeugen die zahllosen Projekte, die im gesamten Landkreis zu finden sind: sei es z. B. ein Schafstall für das Seniorenheim- und Pflegeheim in Obergünzburg oder der Pavillon für das Crescentia-Kloster in Kaufbeuren. Aktuell wurde an einem Spielhausprojekt für den Kindergarten Geisenried und am Projekt Römerbad – Aussichtsturm Kohlhunden gearbeitet. Die Fachlehrer des Fachbereichs Bautechnik/Zimmerer ließen die Besucher an diesem Tag in einer Art lebenden Werkstätte an dieser Arbeit am konkreten Projekt teilhaben.
Der Zufall wollte es, dass gerade an diesem 17. Juli auch die praktische Gesellenprüfung für Maurer stattfand. So hatten die Besucher der offenen Schultür auch die einmalige Gelegenheit, sich nicht nur über den Schulalltag zu informieren, sondern sich einen Eindruck davon zu verschaffen, was von einem angehenden Maurer an praktischen Fähigkeiten verlangt wird. Dies alles natürlich unter Wahrung der erforderlichen Diskretion, um den reibungslosen und korrekten Ablauf der Prüfung nicht zu stören.
Einblicke in die Gesellenprüfung der Maurer für die
Besucher am „Tag der offenen Schultür“
Außenstelle Füssen
Außenstelle Füssen
Die Kollegen der Außenstelle Füssen informierten über
den neuen Kaufmann für Tourismus und Freizeit,…
Zur Berufsschule Ostallgäu gehört neben der Stammschule in Marktoberdorf auch die Außenstelle in Füssen. Selbstverständlich waren auch die an der Außenstelle unterrichteten Berufe vertreten.
Mit dem Kaufmann für Tourismus und Freizeit stellt sich ein neuer Beruf vor. Gäste in der Region zu betreuen, das ist die Hauptaufgabe des Kaufmannes für Tourismus und Freizeit. Deshalb lernen die Schüler die eigene Destination, das Allgäu genauer kennen und vergleichen dieses Urlaubsgebiet auch mit anderen deutschen Urlaubsorten. Mit einem kleinen Quiz konnte jeder Besucher der Ausstellung seine eigenen Kenntnisse über wichtige Sehenswürdigkeiten in Deutschland überprüfen.
...das BGJ Schreiner und...
Lebende Werkstätten Holzbau – BGJ Schreiner:
Wer Schreiner werden will, muss zunächst das BGJ durchlaufen. In diesem Jahr sind die Schüler Vollzeit an der Berufsschule und erlernen die grundlegenden Fähigkeiten für die Bearbeitung des Holzes. Beginnend bei der reinen Handarbeit, z.B. Sägen und Zapfen, steigern sich die Anforderungen bis hin zum Maschinenkurs. Das Highlight an der Außenstelle Füssen ist sicher der selbst erstellte Rennrodel. Präzises Arbeiten, Bearbeitung von unterschiedlichen Materialien und die Erfahrung der Belastbarkeit der Materialien erlauben einen tiefen Einblick in die Materialkunde. Mit einer zünftigen Abfahrt werden die Rodel dann auch eingeweiht.
...die Berufsfachschule für Metalltechnik.
Die Metallberufe bieten eine Vielzahl von Spezialisierungen. Um den jungen Menschen, die noch nicht genau wissen, welche Richtung sie einschlagen wollen, eine Orientierungshilfe zu geben, gibt es die Berufsfachschule. Intensiv erlernen die Schüler dort den theoretischen und praktischen Umgang mit den verschiedenen Metallwerkstoffen. Durch ein Praktikum können sie sich dann bei den Ausbildungsbetrieben vorstellen und haben so sehr gute Ausgangsmöglichkeiten für einen Ausbildungsplatz. Die praktischen Fertigkeiten werden durch unterschiedliche Modelle und Aufgaben in diesem Jahr erlernt. Am Ende steht auch der sichere Umgang mit den Maschinen eines Metallbetriebes.
Gesundheitsberufe
Fachbereich Gesundheitsberufe

Blutdruckmessung
Der Fachbereiche „Gesundheitsberufe“ gestaltete sein Programm für das Schuljubiläum unter dem Motto „Bleiben Sie gesund“. Die Besucher hatten hier die Möglichkeit, sich einem Gesundheitscheck zu unterziehen. Schülerinnen der 10. Jahrgangsstufe für Medizinische Fachangestellte berechneten auf Wunsch den persönlichen Body-Mass-Index (BMI), maßen Blutdruck und bestimmten den Blutzuckerwert.

Information über eine ausgewogene Ernährung
In zwei Kurzvorträgen informierten die Schülerinnen, worauf bei einer gesunden Ernährung zu achten ist und wie sich eine falsche Ernährungsweise auf den Körper und somit auf die Gesundheit auswirken kann. Interessierte Besucher erhielten anhand der Ernährungspyramide weitere Tipps für eine ausgewogene Ernährung. Als Leitfaden für ihren täglichen Speiseplan konnten sie zusätzlich eine Ernährungspyramide, gestaltet von den 12. Klassen, mit nachhause nehmen.

Demonstration der richtigen Zahnpflege 
Organe im menschlichen Körper
Aber nicht ausschließlich die Ernährung, sondern auch gesunde Zähne und die hierfür notwendige richtige Zahnpflege spielen eine wichtige Rolle für die Erhaltung der eigenen Gesundheit. Die Besucher erfuhren, worauf beim Zähneputzen zu achten ist und was die tägliche Zahnpflege alles umfassen sollte.
Weiter bot sich den Gästen die Gelegenheit, ihr Wissen über den Aufbau des menschlichen Körpers zu überprüfen. Die unterrichtende Ärztin Frau Minich erklärte die Lage und Funktion der einzelnen Organe. Frau Förg, Lehrerin für Laborkunde, führte parallel hierzu das elektronische Mikroskop vor. Die Besucher konnten Urin unter 400-facher Vergrößerung betrachten. Dabei waren zum Beispiel Kristalle sowie weiße und rote Blutkörperchen zu sehen.
Während des gesamten Tages standen die Lehrkräfte der Gesundheitsberufe wie auch die anwesenden Auszubildenden interessierten Schulabgängern und deren Eltern für Fragen über die Ausbildungen zur Medizinischen oder zur Zahnmedizinischen Fachangestellten zur Verfügung. Zahlreiche Fotos aus dem Unterricht gewährten einen Einblick in den schulischen Teil der Berufsausbildung. Broschüren zu den beiden Ausbildungsberufen lieferten weitere Informationen über Inhalte, Dauer und Ablauf der Ausbildung.
BFS Hauswirtschaft
Berufsfachschule für Hauswirtschaft
Der liebevoll dekorierte „Biergarten“ in der Aula lud die
Besucher zum Verweilen ein.
Einen ganz wichtigen Beitrag zum Gelingen unseres Jubiläums leistete unsere Berufsfachschule für Hauswirtschaft. So übernahmen die Schülerinnen und Lehrerinnen der Berufsfachschule doch das Catering an diesem Tag. Im Rahmen einer Projektarbeit sollte ursprünglich in unserem Pausenhof ein „Biergarten“ gestaltet werden. Doch aufgrund des zweifelhaften Wetters musste kurzfristig ein Teil unserer Aula dafür herhalten. Dies verschaffte leider zusätzliche Arbeit, doch das Ergebnis ließ sich sehen. Viele Besucher verweilten hier, um sich bei Kaffee und Kuchen oder einer herzhaften Brotzeit zu stärken. Wie gemütlich die Aula gestaltet wurde, und wie gut die Bewirtung war, konnte man auch daran sehen, dass nach dem Konzert noch lange nicht Schluss war. In diesem Rahmen konnte man den Tag gut ausklingen lassen.
Trotz dieser nicht unerheblichen Arbeit (auch im Vorfeld des Jubiläums) ließen es sich die Schülerinnen und Lehrerinnen nicht nehmen, Ergebnisse des Unterrichts und verschiedener Projekte zu präsentieren. Über die Fülle der Projekte an dieser Stelle zu schreiben, würde den Rahmen sprengen. Hier sei auf die vielfältigen, weiteren Informationen auf dieser Homepage verwiesen.
Schülerinnen bei der Textilarbeit.
Parallel zu unserem 30jährigen Jubiläum wurde auch unser neuer Kräutergarten eingeweiht – ein Gemeinschaftsprojekt der Berufsfachschule für Hauswirtschaft, dem Fachbereich Bautechnik und den Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz.
Jugendliche ohne Ausbildung
Jugendliche ohne Ausbildungsplatz
An diesem Verkaufstand können die Besucher des Wochenmarkts
die von den Schülern selbst gefertigten Produkte erwerben.
Ein besonderes Anliegen unserer Schule ist es, Jugendliche ohne Ausbildungsplatz nicht einfach nur zu „beschulen“, sondern sie über berufsbezogenen Theorieunterricht, Sozialarbeit und sinnvolle Projekte fit für das Berufsleben zu machen. Dass dies nur mit einem engagierten Team zu bewerkstelligen ist, dürfte unbestritten sein. Eines der sehr erfolgreichen Projekte ist die Teilnahme am Marktoberdorfer Wochenmarkt. Anlässlich unseres Jubiläums bestückten unsere Schülerinnen und Schüler ihren Wochenmarktstand. Dieser wurde auch gleich beim Eingang platziert, so dass sich die Besucher über die Vielfalt der unter Anleitung ihrer Lehrer selber angefertigten Werkstücke ein Bild machen konnten. Natürlich standen die Produkte auch zum Verkauf bereit. Und wer es an diesem Tag versäumt hatte zu kommen, findet jetzt vielleicht Anlass, beim nächsten Gang über den Marktoberdorfer Wochenmarkt auch beim Stand unserer Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz vorbei zu schauen.
Kraftfahrzeugtechnik
Fachbereich Kraftfahrzeugtechnik

Schulungsstände für die Kfz-Technik
Im Rahmen des Schuljubiläums wurden nachmittags für die Besucher in den verschiedenen Kfz-Fachräumen unterschiedliche Unterrichtsmethoden vorgeführt, die einen Einblick in die Ausbildung des Kraftfahrzeugmechatronikers ermöglichen sollten.
Herr Unsin zeigte im Raum W 56 das Auslesen von Messwertblöcken mit dem Diagnosetester VAS 5051B am Schulungsfahrzeug AUDI A3. Die Vorgehensweise bei dieser Diagnosemethode kann über den Beamer von den Schülern bzw. Besuchern sehr gut verfolgt werden. Außerdem waren noch ein Schulungsstand für die CAN-Bustechnik und ein Schaumodel einer Autogasanlage ausgestellt.

Herr Kramer beantwortet fachkundig die Fragen der Besucher
Herr Stegmüller demonstrierte im Raum W 49 die Diagnose an einem modernen Common-Rail-Dieselmotor mit dem Bosch Diagnosetester KTS 650.
Im Unterrichtsraum W 48, in dem überwiegend ungeteilte Kfz-Klassen unterrichtet werden, zeigte Herr Hotter, wie mit Hilfe von Bildern und Animationen, die auf den Fachkundelehrgang der Kfz-Mechatroniker abgestimmt sind, mittels Lehrer-PC und Beamer Fachwissen anschaulich vermittelt werden kann. An den Schülercomputern konnten die Besucher Kfz-Lernprogramme durcharbeiten, die sonst von den Schülern zur Wiederholung und Vertiefung des Wissens bearbeitet werden.
Die Herren Kramer und Petzka zeigten an verschiedenen Lehrständen im Raum W 45 wie in geteilten Klassen im Bereich der Elektrotechnik und der Elektro-Pneumatik unterrichtet werden kann. An Elektro-Stecktafeln wurden verschiedene elektrische Schaltungen gezeigt, die im Unterricht die Schüler selbständig stecken müssen.
An einem modernen Elektro-Pneumatiklehrstand kann die Funktion von pneumatischen Schaltungen mit elektrischer Steuerung erlernt werden.
Landwirtschaft
Fachbereich Landwirtschaft
In der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken: moderne Technik
Wohl kaum ein anderer Beruf vereinigt Tradition und Wandel so sehr wie der des Landwirts. So hat es der Landwirt immer noch in erster Linie mit der Natur zu tun, wenn auch die aktuelle politische und marktwirtschaftliche Lage in den Vordergrund getreten sind. So stellte der Fachbereich Landwirtschaft eine informative Ausstellung zusammen, die Pflanzensammlungen, Dünger, Samen und mehr beinhaltete.
Auf der anderen Seite ist die Arbeit in der Landwirtschaft ohne den Einsatz moderner Techniken fast nicht mehr möglich. So erfahren die angehenden Landwirte im Bereich der Landtechnik ihre Ausbildung an unserer Schule an modernen Maschinen und Schleppern. Aber auch im Bereich der Computertechnik haben sich die Anforderungen gewandelt. So darf an dieser Stelle erwähnt werden, dass Schüler und Schülerinnen des BGJ Agrartechnik die ersten Absolventen des europäischen Computer-Führerscheins waren (ECDL) waren.
Wirtschaft und Verwaltung
Fachbereich Wirtschaft und Verwaltung

Info-Material zum Einsatz der EDV
In den vergangenen drei Jahrzehnten entwickelte sich die Abteilung Wirtschaft und Verwaltung zum größten Fachbereich mit inzwischen 6 Ausbildungsberufen und ca. 20 haupt- und nebenamtlichen Lehrkräften.
Entsprechend umfangreich präsentierte sie sich auch an diesem Tag. So konnten sich die Besucher über den praktischen Unterricht und die Anforderungen an die praktische Prüfung (Informationsverarbeitung und Textverarbeitung) im Ausbildungsberuf Bürokaufmann informieren. Dass der Automobilkaufmann nicht mit Autoverkäufer verwechselt werden darf, sondern eine spezielle kaufmännische Ausbildung erfordert, auch darüber wurde informiert. Lernfeldorientierter Unterricht hat inzwischen in nahezu allen Ausbildungsberufen Einzug gehalten.
Herr Schäfer stellt den integrierten Fachraum für die
Einzelhandelsberufe vor
Eine konkrete Umsetzung am Beispiel einer Projektarbeit demonstrierten die Lehrkräfte des Ausbildungsberufes Kaufmann im Groß- und Außenhandel, unter Verwendung unseres EDU-Centers (15 Laptops, die flexibel in den einzelnen Klassenzimmern eingesetzt werden können). Überhaupt spielt der Einsatz des Computers im Unterricht eine große Rolle. So wird (nicht nur) im Ausbildungsberuf Bankkaufmann das Fach Deutsch durch ein differenziertes Unterrichtsangebot ersetzt, das die wesentlichen Inhalte des Deutschunterrichts mit moderner EDV-Technik unter Einsatz der aktuellen Software verbindet. Handlungsorientierter Unterricht im Ausbildungsberuf Kaufmann im Einzelhandel bzw. Verkäufer wird sinnvoll in einem integrierten Fachraum des Einzelhandels durchgeführt. Auch davon konnten sich die Besucher überzeugen.
Berufsübergreifend wird die Möglichkeit zum Erwerb des Europäischen Computerführerscheins (ECDL) angeboten. Auch dafür wurden Informationen über Inhalte und Prüfungsanforderungen angeboten. Und im Aufbau begriffen ist der Einsatz einer internetbasierten Lern- und Kommunikationsplattform. Zur Zeit kommt LO-NET2 zur Anwendung, erste Versuche mit Moodle laufen aber schon.
A. Traut, E. Wagner, H. Hotter und D. Preißler