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Die neueste Ausgabe unseres Schulmagazins "Wir bilden Zukunft" (Heft 8, Januar 2012) finden Sie zum Download unter Einrichtungen/Magazin.

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Aktivitäten und Projekte - Jugendsozialarbeit

Orientierungstage 2010

Auch in diesem Schuljahr konnten wir glücklicherweise Tage der Orientierung verschiedenen Klassen anbieten. Die Jugendlichen hatten die Chance, außerhalb des unterrichtlichen Rahmens Themen zu besprechen und zu bearbeiten, die ihre ganzheitliche Entwicklung fördern. Möglichkeiten wurden geboten, Schlüsselqualifikationen zu erwerben und einzuüben; emotionale und kognitive Lernprozesse wurden unterstützt und begleitet. In angenehmem Rahmen konnten die SchülerInnen sich besser kennen lernen, in der Gemeinschaft wurde solidarisches Handeln und ein verantwortungsbewusster Umgang mit sich selbst und der Gruppe gegenüber gefordert.

Die neu zusammengekommenen Maßnahmeklassen im Fachbereich der Jugendlichen ohne Ausbildung fuhren nach Eschers. Dort nutzen wir jeweils zweieinhalb Tage das Jugendhaus des Kreisjugendrings Ostallgäu zum Kennenlernen der Schüler untereinander und für verschiedenste Interaktions- und Kooperationsspiele. Unterstützt durch Dennis Beck, einem externen Erlebnispädagogen, gestalteten Frau Westman und Frau Schwarz die Orientierungstage.

eschersErlebnispädagogik für Jugendliche ohne Ausbildung
in Eschers

Die erste Kooperationsaufgabe stellte sich schon vor Beginn der Klassenfahrten: Die Selbstverpflegung. Die Schüler erarbeiteten einen Speiseplan und erledigten den Einkauf für den Aufenthalt im Jugendhaus. Schon dabei lernten sich die Schüler besser kennen. Neben dem Kennenlernen war auch die Förderung der Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit der Schüler wichtig. Denn nur wer ein Ziel vor Augen hat, sich selbst motivieren kann, seine Stärken und Schwächen kennt, auch bei Misserfolgen nicht den Kopf in den Sand steckt und dazu selbstverantwortlich handelt, wird bei der Lehrstellensuche erfolgreich sein. Und genau dies wurde in den verschiedensten erlebnispädagogischen Übungen drinnen und draußen gefordert und gefördert. Während unterschiedlicher Problemlöseaufgaben wie z.B. Seilschwingen, Säureteich oder Flussüberquerung wurde die Gruppe aufgefordert, zuerst gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, die es dann umzusetzen und zu verbessern galt. Das Ergebnis war ein Handlungszyklus, den die Jugendlichen nicht nur auf die Herausforderungen in Eschers anwenden konnten, sondern der sich auch auf ihre persönliche Bewerbungssituation und das Unterrichtsgeschehen übertragen ließ. Außerhalb der Aktionszeiten nutzten die Jugendlichen die Freizeitmöglichkeiten wie Kicker, Tischtennis und Billard im Haus, sofern sie nicht einen Dienst im Rahmen der Selbstversorgung zu erledigen hatten.

Die Berufsfachschulklasse HW 10 fuhr für 3 ½ Tage nach Babenhausen. Hier sahen die Orientierungstage etwas anders aus, da das Haus keine Selbstversorgung erlaubte. Abgesehen davon jedoch wurden auch hier Übungen durchgeführt, die – wie oben beschrieben – die gleichen Absichten verfolgten mit der Möglichkeit, erworbene Kenntnisse in den Lebensalltag und die Lebensgestaltung zu übernehmen.

Der Gewinn der Orientierungstage ist dreifach: Die Schüler profitieren für sich selbst, für die Gemeinschaft in der Klasse sowie darin, Lehrkräfte und Jugendsozialarbeit besser kennen zu lernen. Und das wiederum bewirkt ein gutes, partnerschaftliches und respektvolles Klima im Schulalltag, wovon alle im weiteren Schuljahr profitieren werden.

Silvia Schwarz; Christel Westman